| Willkommen auf der Webseite "Kastanien.it" des
"Vinschgauer Kastanienvereins"
Schlandersburgstraße 6, 39028 Schlanders, Tel. 0473/736120 Steuernummer: 91034510213
und des
Kastanienvereins "Keschtnriggl" Lana Tisens.
Bildungshaus Frankenberg Nr. 42, 39010 Tisens Tel. 0473-562181 Fax 0473-562754
    
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Informationsseite
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- Einladung zur Lehrfahrt in die Valsugana am 11. September 2010
- 2. Rundschreiben Juni 2010
- 1. Rundschreiben Februar 2010
- Praktische Tipps beim Veredeln von Kastanienbäumen
- Veredeln im Spätsommer bringt Vorteile!
Bilder und Texte über die letzten Lehrfahrten können in dieser Internetseite auf "Rund um die Kastanie" und "Lehrfahrten" angeschaut und nachgelesen werden!
zu 1.)
Einladung zu einer
Lehrfahrt
In die Valsugana
Am Samstag, 11. September 2010 Start um 7.00 Uhr in Kortsch – Zusteigmöglichkeiten bei allen Bushaltestellen Kastelbell: ca. 7.15 Uhr Naturns: ca. 7.30 Uhr
Programm: Gegen 9.30 Uhr Ankunft in Roncegno in der Valsugana
Dort wird uns Beniamino Froner, Präsident der dortigen Kastanienvereinigung, erwarten und uns über die Kastanien und die Valsuganer etwas erzählen. Danach machen wir einen Spaziergang durch die Kastanienhaine der Gegend.
Mittagessen gibt es im Hotel Negritella in Torcegno
Am Nachmittag besuchen wir die „Artesella“, eine Ausstellung über verschiedene Themen der alpinen Pflanzen- und Tierwelt in Borgo Valsugana.
Rückkehr gegen 20.00 Uhr
  
Bilder der nächsten Lehrfahrt in die Valsugana
Den Bus zahlt der Verein. Für das Mittagessen, Führung usw. wird ein Beitrag von 30 Euro im Bus eingesammelt.
Wir bitten um telefonische Anmeldung im Forstinspektorat Schlanders, Tel. 0473 736120 bis 6. September 2010 Sollte es jemanden nach erfolgter Anmeldung nicht mehr möglich sein mitzufahren, bitten wir dies umgehend zu melden. Begrenzte Teilnehmerzahl!
Mit freundlichen Grüßen
Der Obmann – Kofler Paul
 
rechts im Bild Beniamino Froner
zu 2.)
2. Rundschreiben Juni 2010
Kastaniengallwespe im Vinschgau Ende Mai wurde ein Kastanienbauer aus Schlanders, erstmals im Vinschgau, auf einige Gallen der Kastaniengallwespe aufmerksam. Unverzüglich sagte er den örtlichen Förster bescheid, der den Verdacht des Befalles bestätigen konnte und informierte das Pflanzenschutzamt in Bozen, Dr. Konrad Mair, der am 26. Mai einen Lokalaugenschein vornahm. Die befallene Stelle befindet sich auf der Kastanienpromenade oberhalb Schlanders und der Schädling hat ungefähr 7 Bäume befallenen. Dr. Konrad Mair konnte den Befall nur bestätigen und eine mögliche Bekämpfung mit den Gegenspieler, des Hautflüglers Torymus chinensis in Aussicht stellen. Auf alle Fälle versucht er mit den Verantwortlichen dieser biologischen Bekämpfungsmethode von der Universität Turin einen Lokalaugenschein zu organisieren, um eine eventuelle Bekämpfung zu ermöglichen. Da anzunehmen ist, dass es im Vinschgau noch andere Befallszonen geben könnte, bitten wir alle Kastanienbauern ein wachsames Auge auf die Kastanienbäume zu haben, um frühzeitig über Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Deshalb bitten wir alle Mitglieder des Kastanienvereins bei Verdacht eines Befalles die zuständigen Förster informieren, um die Sachen abzuklären.
Kastanien-Gallwespe: neuer Befallsherd in Schlanders Rundschreiben des Pflanzenschutzamtes in Bozen
Auf einen Hinweis eines Kastanienbauern hin, haben die Kollegen der Forststation Schlanders in der Gemeinde Schlanders und damit erstmals auch im Vinschgau einen Befallsherd der Kastaniengallwespe festgestellt. Betroffen ist eine größere Zahl an Bäumen, bei einigen wenigen Bäumen ein mittelstarker, meist nur ein eher geringer Befall zu erkennen ist. Das Vorfinden von ausgetrockneten Gallen aus dem Vorjahr lässt den Schluss zu, dass der Befall bereits vor 1-2 Jahren erfolgt ist, zunächst aber noch unentdeckt geblieben war.
Eine Ausmerzung des Schädlings durch Abschneiden und Vernichten befallener Äste ist aufgrund der großen Zahl an befallenen Bäumen bzw. der Ausdehnung des Befallsherdes nicht möglich und sinnvoll. Die aussichtsreichste Maßnahme zur Eindämmung stellt der Einsatz eines spezifischen Gegenspielers der Kastaniengallwespe dar. Mit der gezielten Freisetzung des Parasitoiden Torymus sinesnis, mit der in vielen Befallsgebieten Italiens bereits überzeugende Erfolge erzielt wurden, wurde in einem Projekt mit der Universität Turin heuer auch in einem stark befallenen Kastanienhain in Aicha (Natz-Schabs) begonnen.
Um einen möglichst genauen Überblick über die Ausbreitung des Schädlings und das Befallsausmaß in Südtirol zu haben sowie um in der Folge geeignete Maßnahen zur Eindämmung des Schädlings ergreifen zu können, ersuchen wird Sie um erhöhte Aufmerksamkeit auf etwaige Befallssymptome (Gallen an Blättern und Trieben) und die Entdeckung neuer Befallsherde umgehend dem Landespflanzenschutzdienst ,Tel. 0471 -415146, E-Mail: konrad.mair@provinz.bz.it mitzuteilen.
Besten Dank mit freundlichen Grüßen, Konrad Mair
Forstinspektor Dr. Andreas Feichter ist tot! Der Forstinspektor von Schlanders Dr. Andreas Feichter ist am vergangenen Montag, den 24. Mai tödlich bei einer Schitour am Ortler verunglückt. Wir haben unser Büro im Forstinspektorat Schlanders und er hat uns stets mit Wohlwollen in unseren Anliegen unterstützt. Wenn es ihn zeitlich ausging hat er auch bei unseren jährlichen Vollversammlungen teilgenommen, um sich zum Stand der Kastanie im Vinschgau zu informieren. Alle Rundschreiben werden vom Forstinspektorat Schlanders versandt. Kastanienprojekte und Sanierungen konnten auch mit seiner Hilfe im Vinschgau durch das Forstpersonal und der Aufforstung Vinschgau verwirklicht werden, wo wir auch dank seiner Hilfe Vorbildcharakter für ganz Südtirol haben. Wir nehmen aufrichtig Anteil am Schmerz der Hinterbliebenen, seiner Frau Martina und seinen zwei Kindern. Auch den Mitarbeitern des Forstinspektorats Schlanders sprechen wir unser Mitgefühl zum Verlust ihres Forstinspektors aus. Lieber Andreas, vielen Dank.
Ausreichende Bewässerung
Es kann nicht oft genug betont werden, daß Kastanienbäume viel Wasser benötigen. Früher ging die Rod in Kortsch alle 2 bis 3 Wochen, bei den Kastanien aber gab es wöchentlich das „Suntawosser“. Für unsere Kastanienhaine entlang des Vinschgauer Sonnenberges auf ihren Sand- und Schotterböden mit schlechter Wasserspeicherkapazität, ist eine regelmäßige Bewässerung Grundvoraussetzung für ein gutes Gedeihen der Kastanienbäume. Kastanien lieben das Wasser und sie werden es ihnen mit reichlichen Erträgen und einer guten Fruchtgröße danken. Für die Errichtung von Beregungsanlagen in Kastanienhainen kann man um bis zu 50 %ige Landesbeiträge ansuchen.
Flurbegehung
Wir veranstalten am 19. Juni 2010 eine Flurbegehung. Geplant ist eine Besichtigung der sanierten Kastanienhaine oberhalb Tschars, „Eichholz“ und „Falgoaf“. Aus gegebenen Anlass wird der Kastaniengallwespebefall in Schlanders besichtigt und danach nach Tschars weitergefahren. .
Mit freundlichen Grüßen
Der Obmann – Kofler Paul
Einladung
Zur einer Kastanienbegehung
Am Samstag, 19. Juni 2010
ab 14.00 Uhr
Ablauf:
14.00 Treffpunkt: Parkplatz neben Sportbar in Schlanders. Besichtigung des Kastaniengallwespenbefalles in Schlanders. Wir gehen ca. 10 Minuten zur Promenade hinauf, um den Befall zu sehen. Danach weiterfahrt nach Tschars
Um ca. 16.00 Uhr Besichtigung der sanierten Kastanienhaine auf „Eichholz“ und „Valgof“.
Da die Anfahrt mit Privatautos gemacht werden müssen, können nicht motorisierte Mitglieder sich an den Obmann Kofler Paul (Handy 3385627428) wenden, die dann mit einem Kleinbus mitfahren könnten. Bitte Fahrgemeinschaften bilden!
Danach gemütliches Beisammensein bei einem Glas Wein und einer Marende.
Alle Mitglieder und Freunde der Kastanie sind recht herzlich eingeladen.
Der Obmann – Kofler Paul
Zu 3.) Vinschgauer Kastanienverein – 1. Rundschreiben 2010 www.kastanien.it
1. Mitgliedsbeitrag Diesem Rundschreiben liegt auch ein Einzahlungsschein für den Mitgliedsbeitrag 2010 bei. Der Beitrag beläuft sich auf 10 Euro. Der Ausschuß des Vinschgauer Kastanienvereins bittet um die Bezahlung des Mitgliedsbeitrags, damit auch im Laufe dieses Jahres wieder verschiedene Veranstaltungen und Informationsblätter rund um den „Vinschgauer Kastanienanbau“ gemacht werden können. Vielen Dank im Voraus!
2. Vollversammlung am Freitag, 5. März 2010 Siehe Einladung!
3. Edelreiserschnitt und Veredelung In der kalten Jahreszeit, wenn die Bäume noch in ihrer Winterruhe sind, ist es zeit, die Edelreiser für die Veredelung zu schneiden. Günstiger Termin wäre nach dem Vollmond (also Anfangs Februar oder Anfangs März). Der Kastanienverein wird auch Edelreiser schneiden und sie den Mitgliedern zur Verfügung stellen. Lagerung der Edelreiser: Edelreiser in einen schwarzen Nylonsack, in einen feuchten Papiersack oder in einen feuchten Stoff einwickeln, verschließen und in einer Kühlzelle bis zum Veredeln lagern. Wer selbst keine Kühlzelle zur Verfügung hat, kann die Edelreiser beim Baumschuler Forcher Leo zur Einlagerung abgeben. Auch heuer werden wir wieder einen Veredelungsfachmann fragen, um den interessierten Kastanienbauern die Veredelungsarbeit zu machen oder zu zeigen. Termin wird noch bekannt gegeben. (Vor Vollmond, Vollmond 28. April 2010)
4. Kastaniengallwespe Im Vinschgau ist bis jetzt noch keine Befall bekannt geworden und hoffen wir, dass es auch noch eine Weile so bleibt. In Aicha bei Brixen, wo ein größerer Befall vorhanden ist, wird ein Projekt der Universität von Turin zur Verbreitung des Gegenspielers der Kastaniengallwespe ausgearbeitet und im Sommer mit dem Ausbringen des Nützlings begonnen. Erste Versuche im oberitalienischen Raum zeigen positive Ergebnisse.
5. Jungbäume Heuer werden die Jungbäume der Forstbehörde erst nach dem Austrieb, wahrscheinlich im Mai, um einen eventuellen Befall der Kastaniengallwespe auszuschließen, ausgeteilt. Die Bäume können bei den örtlichen Förstern bestellt werden. Der Preis ist heuer etwas höher und soll an die 12 Euro betragen.
6. Saubermachen im Kastanienhain Nicht nur in den Obstanlagen sollte man einmal im Jahr Reisig und Laub aufmulchen, ebenso auch in den Kastanienhainen. Sträucher und Wurzel- oder Stammausschläge sind abzuschneiden. Wo man mit einem Mulchgerät nicht hinkommt, können das Laub und Sträucher auch kompostiert oder auch verbrannt werden. Beim Verbrennen muß vorher jedoch dem örtlichen Förster und Feuerwehrkomandanten und unter der Notrufnummer 115 Bescheid gesagt werden. (Immer auf Waldbrandgefahr achten!)
7. Internetseite Der Vinschgauer Kastanienverein unterhält mit dem Kastanienverein „Keschtnriggl“ aus Tisens eine Internetseite, wo auch jederzeit unsere Rundschreiben, Fachwissen und Neuigkeiten über den Kastanienanbau nachgelesen werden können. www.kastanien.it
Der Obmann – Kofler Paul
zu 4.)
Von Laimer Hans
PRAKTISCHE TIPPS BEIM VEREDELN VON KASTANIENBÄUMEN
Wieso wird veredelt?
Bereits im 15. und 16. Jahrhundert wurden Tisens und Völlan für seine köstlichen „Pelzköschtn“ bekannt. Früher war man der Meinung, dass man auch durch das Pflanzen von sogenannten Wipfelköschtn (große Kastanien von Wildbäumen im Gipfelbereich) gute Qualitätskastanien gewinnen kann. Das stimmt nur zum Teil. Es können zwar großfrüchtige Sorten entstehen, es handelt sich aber immer nur um Wildlinge, die in Qualität und Geschmack selten mit Veredelten vergleichbar sind. Grundsätzlich sollten nur Marroni (Gelbe) veredelt werden, um die beste Qualität zu erzielen. Diese stellen jedoch höhere Ansprüche an Boden, Bewässerung und Klima, und sind deshalb nicht für alle Lagen geeignet.
Wann und wie wird veredelt?
Die beste Zeit zum Veredeln ist von Anfang April bis Mitte Mai. Okulieren und Chippen kann man auch im August. Vielfach wird behauptet, dass der Mond eine große Rolle spielt. Wichtiger erscheinen aber die Qualität der Edelreiser und die Witterung. Zu starke Hitze und Wind führen zu einem schnellen Austrocknen des Edelreises. Als geeignete Methoden haben sich die Kopulation, das Chippen und das Okulieren erwiesen. Die Unterlage sollte bei diesen Veredlungsvarianten nicht älter als ein Jahr sein. Durch das dünne Holz wird die Angriffsfläche für den Kastanienrindenkrebs so gering wie möglich gehalten zudem verheilt die Wunde schneller. Weitere Veredelungsarten sind das Röhrln und der Geißfuss. Durch richtige und anhaltende Pflege sind auch hier gute Erfolge möglich.
Auf was ist beim Veredeln zu achten?
Größter Aufmerksamkeit bedarf die Lagerung der Edelreiser. Diese sollten in der Vegetationsruhe von Mitte Januar bis Ende Februar geschnitten werden. Die angeblichen (bekannten) Schwierigkeiten beim Kastanienveredeln sind zum größten Teil (meistens) auf die falsche Lagerung der Edelreiser zurückzuführen Früher wurden diese meistens im Keller in feuchtem Sand aufbewahrt, wo sie trotz allem teils vertrockneten. Bei der richtigen Lagerung in einer Kühlzelle mit hoher Luftfeuchtigkeit (nicht gemeinsam mit Äpfeln!) kann man durchaus mit einer Anwachsrate von 70 bis 80% rechnen. Beim Veredeln sollte auf eine saubere Schnittführung geachtet werden. Anschließend muss die Stelle verbunden und mit einem Wachs versiegelt werden. Sollten mehrere Veredelungen durchgeführt werden, ist es von Vorteil, öfters die Schnittwerkzeuge mit Alkohol zu desinfizieren um das Übertragen von Rindenkrebs zu verhindern.

Ausschläge aus Wurzelstöcken eignen sich besonders gut, um schnell große Kastanienbäume zu bekommen.
Auf was ist nach dem Veredeln zu beachten?
Nach vier Wochen wird das Band um die Veredelungsstelle entfernt. Die neuen Triebe müssen sobald als möglich an einem Bambusstab befestigt werden, um sie vor Windbruch zu schützen. Konkurrenztriebe unterhalb der Veredelungsstelle müssen fortlaufend entfernt werden. Die Veredelung selbst macht nur einen kleinen Teil des Erfolges aus. Wichtiger ist die Pflege in den darauf folgenden zwei bis drei Jahren. Wie es so schön heißt “mit Pflanzen muss man sprechen“. Dieser Satz hat sicherlich seine Berechtigung. Gemeint ist natürlich nicht das Sprechen sondern eine sorgfältige Beobachtung und Pflege. Diese bewirkt wahre Wunder.
Wo kann man das Veredeln lernen?
Seit dem Bestehen des Kastanienvereins Keschtnriggl werden im Frühjahr oder Sommer Veredelungskurse angeboten, so wie auch heuer wieder (siehe Einladung). Mehrere positive Beispiele der letzten Jahre zeigen, dass es sich lohnt “selbst“ zu veredeln. Durch den persönlichen Erfolg entsteht wieder mehr Freude zum Kastanienanbau.
Laimer Johann Kastanienverein Keschtnriggl
Zu 5.)
Veredeln mit Spätsommer bringt Vorteile!
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Äuglen oder auch Chippen genannt, kann man das ganze Jahr und ist vielleicht in hinblick auf den Kastanienrindenkrebs besser, weil eine kleinere Wunde dabei entsteht.
Im Spätsommer ist die Zeit für diese einfache Veredelungsform optimal.

Mit dem Veredelungsmesser wird ein "Auge" herausgeschnitten.

Das "Auge wird auf dem zu veredelden Wildling eingesetzt.

Danach mit einen durchsichtigen, dünnen Plastikband festgebunden. Nach 2 bis 3 Wochen ist das "Auge" so weit angewachsen, daß das Plastikband entfernt werden kann.
Im Frühjahr wird dann der 1jährige Trieb auf dieses Auge zurückgeschnitten, damit aus diesem "Auge" die neue Baumfortsetzung kräftig wachsen kann. |
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